Nordic-Skaten

Wir befinden uns im November 2005 in einem Schuhladen.
Bernhard entdeckt Nordic Walking Schuhe und testet an einigen Modellen den Unterschied zu herkömmlichen Turnschuhen. Noch ehe Ines reagieren kann, hat auch sie ein Paar dieser Schuhe verpasst bekommen.
Nun muss man sie ja auch nutzen. Es werden Stöcke bestellt und wir wagen uns an das Abenteuer Nordic Walking. Die Jahreszeit kommt uns entgegen, denn im Dunkeln sind nicht viele Leute unterwegs.
Während Bernhard jedes Mal total durchgeschwitzt ist, ist es für Ines ein Spaziergang. Ines findet es trotzdem einen super Ausgleich, am Abend noch mal um die Häuser zu walken. Wir haben eine „Hausstrecke“ von 5 Kilometern, deren größter Teil ein Wirtschaftsweg ist. Bernhards Begeisterung läßt schnell nach und er ist auch nur im Dunkeln bereit, vor die Tür zu gehen.
Zu Weihnachten bekommt Ines von Vivien „Das große Nordic Fitness Buch“ von Dr. Ulrich Strunz geschenkt. Darin gibt es ein Kapitel: Nordic Blading. Bernhard ist begeistert und voller Neugier kauft er die passenden Stöcke. Wir gehen auf unsere gewohnte Skatingstrecke und probieren ein neues Abenteuer aus.
Es ist total ungewohnt, kraftraubend und erfordert eine Menge Koordination. Ines Puls ist immer bei 170 bis 180. Auch für Bernhard ist es sehr anstrengend. Das kann es nicht sein. Irgendetwas machen wir falsch.
Wir machen einen Kurs, lernen die richtige Technik und es stellt sich helle Freude über das neue Trainingsgefühl ein! Auch nach einem Jahr sind wir noch als Exoten unterwegs. Vielleicht sind uns in der Zeit 5 Leute mit Stöcken begegnet. Wir können den Berichten über diesen Sport nur recht geben. Es ist viel, viel anspruchsvoller und effektiver als Inline skaten.
Bernhard ist sogar der Meinung, das ist der Sport für „Bechtis“.
Und es ist „unser Sport“ zu jeder Jahreszeit, wenn mal nur eine Stunde Zeit zur Verfügung steht und es nicht gerade regnet.