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10.08.2005: Abhängen auf dem Schloß

Strecke: Pontis

Bus: 188558 - 188588(30 km)

MTB: 0 km; 0 Hm

Bernhard:

Heute haben wir einen faulen gemacht. So gut ich mich mit meinem Rücken gestern gefühlt habe, so schlecht geht es mir heute morgen. Ich habe mir gestern beim Fahren mit offenem Fenster anscheinend einen Zug geholt. Trotzdem war es eine sehr angehme Nacht, da es endlich mal wieder nicht zu kalt war. Nach dem üblichen Frühstück (wir hatten doch noch üppig Brot), habe ich eine Tablette genommen. Dann gings auch mit den Schmerzen. Als ich um kurz nach zwölfe zum Zähneputzen bin und anschließend zur Rezeption, um uns anzumelden, stellte ich fest, daß die nur bis um 11:30 und ab 14:30 offen hat.
Um kurz nach drei habe ich dann das Offizielle erledigt und wir sind dann gegen fünfe noch los nach Embrun, um eine Kabeltrommel und ein bißchen Futter zu kaufen. Jetzt haben wir hier auch wieder Strom. Wir haben dann noch einen Eintopf geköchelt und vertilgt und unsere Flasche Savoyer Rotwein nieder gemacht. Noch kurz Tagebuch geschrieben und ab in die Haja. Auf eine neue schöne Nacht auf dem bisher besten Campingpatz in diesem Urlaub!

Ines:

Es war nicht kalt heute Nacht. Man konnte die Arme rausstrecken, ohne, dass sie erfrieren und keine kalten Klamotten warten auf einen.
Das erste Mal war ich um 7 wach, natürlich noch zu zeitig zum Aufstehen. Draußen noch Totenstille. Die Sonne, naja, ein bissel verhangen ist der Himmel. Aber noch mal Augen zu und in ner Stunde wirds dann bestimmt besser.
Aufgestanden sind wir wieder ziemlich spät. Sonne und Wolkenmix. Aber kurze Hosen und T-Shirt sind angemessen.
Der Campingplatz ist noch nicht lange erwacht. Es rennen noch viele mit Handtüchern und Waschtäschchen rum, was ja auf warmes Wasser schließen läßt. Und das teste ich dann auch gleich aus. Die Duschen sind witzig. Rechts und links sind die Wände gefließt, die Rückwnd aber ist Naturstein. Ich rein in die Dusche, ausgezogen, und, und .... es gibt so heißes Wasser, dass man es mit dem Kalten regulieren muß und kein Gebammel, an dem man immer ziehen muß, dass das Wasser weiter läuft. Spitze!
So frisch schmeckte dann auch das Frühstück wieder lecker.
Bernhard wollte das Brot gestern Abend rationieren und mir zum Auftunken der Soße des Tunfischsalates Schwarzbrot von Heeme andrehen, aber nee das schmeckt doch nicht, schon garnicht im Urlaub. Und siehe da, für heute morgen war es dann doch noch sehr reichlich.
Der Platz hier ist ein Gedicht. Platz ohne Ende für Jeden. Wir wieder den Vollüberblick in fast alle Richtungen.
Es sind etliche Kinder hier, die aber niemanden stören. So stelle ich mir Urlaub als Kind bei A.Lindgren/Michel vor.
So nach und nach verschwinden die Leute. Meistens bestimmt Richtung See.
Es wechseln Sonne und Wolken. Für unsere verbrannten Schenkel und was noch, auch nicht verkehrt.
Wir faulen, lesen, beobachten die paar Leute, die noch hier sind, genießen die Aussicht, die Ruhe, trödeln und Bernhard meldet uns am Nachmittag an. Um wieder Strom zu kriegen, brauchen wir ein längeres Kabel und auch wieder Futternachschub. Also dann ab nach Embrun.
Vom erfolgreichen Beutefang zurück, gibts lecker Gemüsetopf und den für gestern bestimmten Rotwein, den wir vor Müdigkeit vergessen hatten.
Es scheint sich ein Gewitter aufzubauen. Der Wind wird heftig, die Wolken bedrohlich. Alles was wir draußen nicht mehr brauchen wird sofort weggeräumt, falls wir schnell in den Bus flüchten müssen.
Aber bis wir ins Bett gehen beruhigt sich alles wieder und bis auf ein paar Tropfen tut sich nichts.
Und es gibt hier nicht so viele Grillen, nur ein paar.
Nun schnell geschlafen, denn morgen wollen wir biken. Aber keine krummen Touren, meine Schrammen müssen erst mal verheilen, denn sonst kann ich diesen Sommer keinen Rock mehr anziehen!

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