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16. September 2007

Heute haben wir einen Termin, denn gestern hatten wir uns Karten für eine Stadtrundfahrt gekauft. Als wir zum Treffpunkt kommen, ist der Bus schon teilweise besetzt. Wir ziehen uns in die letzte Reihe zurück und hoffen, dass nicht alle Plätze verkauft werden. Leider war das eine Fehlplanung und der fetteste aller Typen hier im Bus zwängt sich in den mittleren Sitz der letzten Reihe. Bernhard ist total eingequetscht. Der Typ kann auch nicht still sitzen und zappelt mit seinem Fotoapparat ständig herum.
Wir werden durch die Stadt kutschiert und ein Tonband erklärte uns die Sehenswürdigkeiten. Um einen Überblick zu bekommen ist so eine Rundfahrt nicht verkehrt.
Am Ausgangspunkt zurück, der in unmittelbarer Nähe des Marktes liegt, stellen wir fest, es ist wieder Markt. Also hin.
Heute werden Mützen probiert, denn an alles hatten wir gedacht, nur eine Mütze haben wir nicht dabei. Gekauft haben wir nichts, die Preise sind erschreckend hoch.
Auf dem Markt wird in riesigen Pfannen ein großes durcheinander an Fisch, Kartoffeln und was weiß ich zubereitet. Es duftet gut, aber essen möchten wir das nicht.
Wir erklimmen die Stufen zum Dom und sind von seinem Inneren total überrascht. Groß, mächtig und schneeweiß thront er über Helsinki und innen ist er schlicht, schlichter geht es kaum. Sehr überraschend!
Es ist kalt, aber wir wollen noch was sehen, also gehen wir wieder auf Bootsfahrt. Nur kurze Zeit ist es möglich auf Deck zu sitzen, es ist bibberkalt. Wir zuckeln an Suomenlinna vorbei weiter auf die Ostsee hinaus und umrunden eine Insel mit tollen Villen und erfreuen uns an den witzigen Saunahäuschen, die jedes Grundstück hat. Es geht durch Kanäle und an der Zooinsel vorbei. Nun wieder aufgewärmt, nehmen wir uns die Insel Seurasaari vor. Die Fahrt dort hin wird mit dem Bus bewältigt. Über eine Holzbrücke erreicht man die Insel mit vielen typisch finnischen Bauten aus dem vergangenen Jahrhundert. Hier ist Natur, nur Wanderer, Walker, Jogger und ein paar Radfahrer. Wir wandern über die Insel und haben das Glück, dass die Sonne wieder zum Vorschein kommt. Jetzt wird es hier richtig schön!
Für heute Abend haben wir einen Tisch im Kappeli reserviert. Es erinnert stark an das Schwetzinger Kaffeehaus. Auf dem Weg dorthin, fast gegenüber, entdecken wir ein nettes finnisches Restaurant „Aino“ und da gehen wir auch rein. Bernhard geht den Tisch im Kappeli absagen und wir essen unser erstes Rentierfilet. Es ist supermegalecker. Dieses Lokal stand übrigens nicht im Reiseführer.

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