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Fazit

Ich war noch nie in Spanien, also auch nicht auf den Kanaren. Hatte keine Ahnung was mich erwartet. Wie immer habe ich einen Reiseführer "Teneriffa" von Dumont gekauft. Bernhard hat aber mehr darin gelesen als ich.
Im Urlaub hatte ich dann endlich die Zeit dazu, mich damit zu beschäftigen und wie immer war er hilfreich und empfehlenswert.
Teneriffa hat mich sehr überrascht. So eine Vielfalt auf einem doch so übersichtlichen kleinen Flecken Erde habe ich nicht erwartet. An allen Ecken sah es anders aus und gab es staunende Blicke.
Der Osten und Süden sind sehr hässlich und gut für Touristen geeignet, die nicht aus dem Hotel raus gehen und mit nem Pool zufrieden sind.
Der Norden und das Orotavatal kamen zu kurz und deswegen müssen wir noch mal hin.
Die Bevölkerung lebt in den Bergdörfern unter sehr einfachen Verhältnissen. Bei uns würde man sagen arm. Aber diesen Eindruck hatte ich von den Leuten dort nicht.
Arico war eine gute Wahl. Weit genug von der Autobahn weg und sehr ursprünglich inmitten von Terassenfeldern. Der Süden ist vom Wetter her beständiger, aber die paar Wolken nahm ich für Ruhe gern in Kauf. Auch die paar Grad weniger (pro 100 Höhenmeter vom Meer entfernt geht 1 °Grad drauf) waren nicht der Rede wert.
Die Finca las Flores ist zu empfehlen. Wir haben alles so wie auf den Bildern im Internet und der Beschreibung dazu vorgefunden. Es gab Platz genug und eigentlich nichts, was fehlte.
Ein Mietauto ist ein absolutes Muss! Der Sprit extrem billig (0,68 € l Diesel).
Möglichkeiten, Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen gibt es im Ort und entlang der Autobahn in großer Auswahl.
Das Wetter Mitte März ist wirklich sommerlich und das Meer hat sicherlich 19° Grad gehabt. Die Natur ist noch satt und grün und besticht durch ihre Vielfalt.
Der MTB-Führer von Michael Leibl "Mountainbiken auf den Kanarischen Inseln" hat mich nicht überzeugt, da einige Angaben zu mehreren Touren nicht mehr stimmen. Die Roadbooks waren sehr hilfreich und stimmten gut mit den Gegebenheiten überein, dafür gibts ein Pluspunkt. Es fehlt in dem Buch eine Übersichtskarte, so dass man nie weiß, in welchem Teil der Insel die Touren sind.
Für Wanderer die ideale Insel! Der Wanderführer "Teneriffa" von Klaus und Annette Wolfsperger vom Bergverlag Rother ist super. Die Beschreibung ist sehr ausführlich und die Bilder machen Lust auf Entdeckung. Wer fit ist und die Höhenluft gut verträgt, sollte unbedingt den Teide besteigen. Mit der Bahn kann wirklich jeder dort hoch! Aber das Erlebnis, den Gipfel zu erklimmen und der gleichzeitige Sonnenaufgang sind unbeschreiblich. (Nicht alle die morgens vor 9:00 dort oben sind, haben auf der Hütte übernachtet. Es begegnete uns ein Päarchen, dass kurz nach Mitternacht an der Canadas-Strasse gestartet und von dort zu Fiß aufgestiegen ist. Alle Achtung!)
Fliegen mit Bikekartons empfehle ich nicht! Das nächste Mal muss es ein stabiler Koffer sein. Räder leihen ist sehr teuer. Uns begegnete ein MTBer mit einem Leihrad, der uns sehr beneidete und meinte: "Das sind ganz schöne Gurken, die es zu leihen gibt." (er hatte noch weniger Profil auf seinen Reifen als unser Auto).
Klamottentechnisch habe ich dazu gelernt und die gute Kamera darf beim nächsten Urlaub auch wieder mit (Teidebesteigung).
Internet ist schon eine tolle Sache, so kann man Wetter uvm. abrufen und Kontakt mit daheim ohne hohe Telefonkosten halten. Ich hätt's aber auch ohne ausgehalten.
Rundum war es ein sehr, sehr schöner Urlaub und der Erholungseffekt extrem hoch.

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